CTA-Kulturverein Nord e.V.
Fürstenwalde /Spree

Neue Identität für Nord

24.03.2012 Fürstenwalde Fürstenwalde (MOZ)

Unter dem Motto „Leben, Arbeiten und Lernen in Fürstenwalde Nord“ will der CTA-Kulturverein die Lebensqualität im Stadtteil erhöhen. Das Projekt wurde vom Infrastrukturministerium des Landes mit 144000 Euro Fördermitteln aus dem Europäischen Sozialfonds bedacht.  

Leben, Wohnen, Lernen in Fürstenwalde Nord

 Inspiriert vom Pintsch-Leuchtturm: Olga Richert ,Ralf Ullrich und Marko Brilke (v.l.) vom CTA-Kulturverein
planen eine Ausstellung über Julius Pintsch und seinen Einfluss auf Fürstenwalde Nord. © moz

„Fürstenwalde Nord hat jede Menge Potential, man muss es nur wecken“, sagt Ralf Ullrich, der Vorsitzende des CTA-Kulturvereins. Dazu sind in den kommenden zwei Jahren verschiedenen Aktivitäten für alle Altersgruppen geplant, immer mit dem Ziel, den Stadtteil aufzuwerten, sein Image und die Lebensqualität zu verbessern. „Die Vorbereitungen haben begonnen, jetzt suchen wir Leute, die mitmachen und ihre Ideen einbringen wollen“, so Ullrich.

Eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ist Olga Richard. Die Russlanddeutsche interessiert sich für Geschichte, hat sich im vergangenen Jahr über das Netzwerk Kulturtourismus zur Stadtführerin ausbilden lassen und will nun mit andern Bewohnern Nords einen historischen Rundgang durch das Pintsch-Gewerbegebiet erarbeiten. „Dort ist die Wiege der Fürstenwalder Industriegeschichte, darauf kann man stolz sein“, sagt Ralf Ullrich, doch das sei vielen der heutigen Bewohner gar nicht bewusst. Schade findet Ullrich das, sieht aber gleichzeitig die Chance, über die Erinnerung an die Geschichte eine neue Identität für den Stadtteil zu stiften. In Kooperation mit der Kulturfabrik und dem Museum solle zudem eine neue Ausstellung zur Industrie- aber auch zur Zeitgeschichte entstehen, in der es auch darum geht, wie die Menschen in Nord in den 30er-Jahren gelebt und gearbeitet haben.  

Neben der Vergangenheit soll die Gegenwart jedoch nicht vernachlässigt werden. Ergänzend zum Unterrichtsfach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) soll ein berufsorientierendes Angebot für Schüler in der Keramikwerkstatt des CTA-Kulturvereins entwickelt werden. Ebenfalls in der Keramikwerkstatt können Einwohner Nords Kunstwerke herstellen, die in den künftigen Quartierspark auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses integriert werden sollen. Zudem will der Verein Gartengeräte anschaffen, die von Bewohnern, die ihr Umfeld verschönern wollen, ausgeliehen werden können. Alle Projektinhalte werden auf dem Themenportal www.fuewa-nord.de zusammengefasst, das im April online gehen soll.  

 

Information und Anmeldung unter 03316 344130
oder per Email an info@kulturverein-nord.de.
Projektmitarbeiter Marko Brilke ist unter 03361 748669
oder per Email an nordprojekt@kulturverein-nord.de zu erreichen.

 

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