CTA-Kulturverein Nord e.V.
Fürstenwalde /Spree

Mit zwei Projekten ins neue Jahr

Fürstenwalde (MOZ) Eine positive Bilanz zieht der CTA-Kulturverein Nord zum Jahresende. Der Wegfall einiger Stellen auf dem zweiten Arbeitsmarkt konnte über andere Förderprogramme kompensiert werden, zudem erhielt der Verein den Zuschlag für zwei neue Projekte.

keramikwerkstatt         

 

Der Kreativität freien Lauf lassen:
Susanne Halle, Regina Matthei-Handt
und Helga Ebeling (v.l.) in der Keramikwerkstatt.
© moz

„Zum Jahresende ist das Glas wieder mehr als halbvoll“, sagt Ralf Ullrich, der Vorsitzende des CTA-Kulturvereins Nord, wenn er die vergangenen zwölf Monate Revue passieren lässt. Aufgrund der enormen Kürzungen auf dem zweiten Arbeitsmarkt seien zwar zahlreiche 1,50-Euro-Jobs weggefallen, doch dies sei für den Verein nie existenzbedrohend gewesen. „Diese Stellen waren eine Ergänzung unseres Angebots, wir wussten, dass es sich lediglich um eine Förderung auf Zeit handelt“, so Ullrich.

Der Verein habe die Chance genutzt, sich neu zu strukturieren und neue Förderinstrumente in Anspruch zu nehmen. So konnten über das neue Bundesprogramm Bürgerarbeit drei Stellen an der Sonnen-, Jähn- und Bad Saarower Grundschule besetzt werden. Nach wie vor sei es wichtig und richtig, das Töpferangebot des Vereins zu den Kindern und Jugendlichen zu bringen.

Das geschieht neben Arbeitsgemeinschaften an Ganztagsschulen und Horten vor allem mit dem Töpfermobil. „Wir waren im ganzen Landkreis unterwegs, sind etwa 21000 Kilometer gefahren“, so Ullrich. Die Veranstaltungen seien immer ausgebucht gewesen. Auch mit der Auslastung der Keramikwerkstatt im Pintschring, der größten Einrichtung ihrer Art in Berlin und Brandenburg, und den beiden Zweigstellen in Bad Saarow undFriedland ist der Vereinsvorsitzende zufrieden. Übers Jahr wurden an allen drei Standorten etwa 12 000 Besucher gezählt.

Schwerpunkt sei nach wie vor die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die gut 80 Prozent der Besucher ausmachen. Gerade in einer Welt, die immer virtueller werde, sei die Arbeit mit Ton eine ideale Möglichkeit, um Kreativität, Feinmotorik und räumliche Vorstellung zu fördern und zu erleben, wie eine Idee Wirklichkeit wird. „Zudem ist Töpfern etwas für jedes Alter und eine schöne Möglichkeit für Familien, etwas gemeinsam zu tun“, so Ullrich weiter.

Zudem hat sich der Verein an zwei Ausschreibungen beteiligt und für beide Projekte den Zuschlag und damit eine jeweils 75-prozentige Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds bekommen. Für Ullrich ein toller Erfolg. Ein Projekt steht in der Nachfolge des Netzwerk Kulturtourismus, das im Oktober nach zwei Jahren zu Ende gegangen ist. An dessen Erfolg soll nun wieder in Kooperation mit dem Tourismusverband und der Kulturfabrik angeknüpft werden. Schwerpunkte sind der Ausbau des Bustourismus durch die Entwicklung buchbarer Angebote, die Fortführung von Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Herausgabe eines Veranstaltungskalenders. Ebenfalls mit Fördermitteln bedacht wurde ein Projekt zur Stärkung des Stadtteils Fürstenwalde Nord. In monatlichen Aktionen soll dessen Potential in den Vordergrund gerückt werden: der Schulstandort, das Pintschgelände, die zahlreichen Firmen, das Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten.

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