CTA-Kulturverein Nord e.V.
Fürstenwalde /Spree

Künstlerische Projekte

Eine Weltreise mit dem mobilen Töpferstudio

Blickpunkt, 20.11.2009 Fürstenwalde/Odervorland

Kistenweise Keramik von Welt: Jana Gabelmann und Judith Weinberg bereiten die gebrannten Kunstwerke für die Rückreise vor. Foto: Gärtner

Neben den üblichen Einsatzorten des mobilen Töpferstudios der Keramikwerkstatt des CTA Kulturvereins Nord in Fürstenwalde stehen seit Juli die Orte Briesen, Berkenbrück, Pillgram und Heinersdorf. Hier fand beziehungsweise findet noch bis Monatsende das Projekt „Weltreise der Keramik“ statt. An fünf Tagen in diesem Zeitraum wurde in den teilnehmenden Kitas und Schulen Halt gemacht. Jedes Mal lernten die Kinder ein anderes Land und etwas über die dortige Keramik kennen. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“. Die Projektinhalte wurden von Judith Weinberg, Keramikerin beim CTA Kulturverein, sowie den beiden Teilnehmerinnen am Freiwilligen sozialen Jahr, Michaela Wohlmann und Jana Gabelmann, erarbeitet. Wie es der Projektname verrät, geht es um Keramik. Doch die gibt es seit vielen Jahrtausenden und auf fast allen Kontinenten. Das sollten den Vorschulkindern in der Kita Briesen, Berkenbrück und in Pillgram sowie und den Schülerinnen und Schülern an den Grundschule in Briesen und Heinersdorf im Zusammenhang mit dem Töpfern auch vermittelt werden. Mit ihren Recherchen über Lebensweise und Keramik in Deutschland, Peru, an der Elfenbeinküste, Persien und China bildeten sich die jungen Keramikerinnen auch gleich selbst weiter. Durch die Keramikerinnen erfuhren die Kinder, was in den verschiedenen Ländern alles aus Keramik angefertigt wird und wie es im Alltag verwendet wird. Um die 500 Keramikstücke sind so entstanden: Spielzeug, wie es schon früher hierzulande hergestellt wurde, südamerikanische Wassergefäße, chinesische Teeschalen, persische Reisschalen und afrikanische Masken. Beim Thema Persien gab es sogar Informationen aus erster Hand von einer echten Perserin. So gelangten auch die originalen Schriftzüge in die Reisschalen.

Inzwischen ist alles in der Keramikwerkstatt gebrannt worden, so dass es zurück zu den Kinder gebracht werden kann. Eine Einrichtung hat signalisiert, dass das mobile Töpfermobil künftig regelmäßig kommen möchte. Das freut Judith Weinberg besonders, denn sie weiß, wie wichtig die Herausbildung motorischer Fertigkeiten mittels der Keramik gerade für Kinder ist. Mit den Erfahrungen der ersten „Weltreise der Keramik“ aus diesem Jahr, soll es 2010 eine Neuauflage geben. Neben Judith Weinberg wird auch Jana Gabelmann wieder als „Reiseleiterin“ unterwegs zu den Kindern sein. Gärtner

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